Verhalten im Brandfall

Ein Feuer kommt nicht mit Vorankündigung. Es kommt unerwartet, vielleicht sogar nachts. Dann sollten Sie sich richtig verhalten und sich an diese Regeln erinnern.

Feuer in der Wohnung

  • Schließen Sie Türen und Fenster.
  • Verlassen Sie die Wohnung, Wohnungstür aber nicht abschließen.
  • Verlassen Sie das Gebäude über die Treppe. Benutzen Sie keinesfalls den Aufzug.
  • Rufen Sie den Notruf 112.
  • Verständigen Sie Mitbewohner im Gebäude. Helfen Sie älteren, kranken oder behinderten Menschen.
  • Melden Sie sich beim Eintreffen der Feuerwehr beim Einsatzleiter und informieren Sie ihn (der Einsatzleiter trägt eine gelbe Weste).
  • Folgen Sie den Anweisungen der Feuerwehr

Feuer im Treppenhaus bzw. im Kellerbereich

Starke Rauchentwicklung im Treppenhaus – Wohnung kann nicht mehr verlassen werden!

  • Schließen Sie die Wohnungstür und alle anderen Türen.
  • Rufen Sie den Notruf 112.
  • Dichten Sie alle Stellen ab, durch die Rauch eindringen könnte.
  • Machen Sie sich an einem Fenster oder auf dem Balkon bemerkbar.
  • Warten Sie die Ankunft der Feuerwehr ab.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Feuerwehr.

Heizen und Lüften

Physikalischer Hintergrund

  • Luft kann in Abhängigkeit von der Temperatur unterschiedlich viel Wasser aufnehmen, kalte Luft kann weniger, warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen.
  • Das Verhältnis zwischen maximal aufnehmbarer Wasserdampfmenge und tatsächlich in der Luft enthaltener Menge wird als relative Luftfeuchtigkeit bezeichnet.
  • Trifft warme, mit hoher Feuchtigkeit beladener Luft auf kalte Oberflächen, z.B. Fensterscheiben oder Raumecken im Winter, kondensiert der in der Luft enthaltene Wasserdampf zu Wasser. Dieser Effekt wird auch als „Schwitzen“ der Fenster umschrieben.
  • Je höher die Luftfeuchtigkeit im Innenraum ist, desto mehr beschlagen die Fenster in der Heizperiode.
  • Beschlagen die Fenster im Winter sehr häufig, wird sich Feuchtigkeit in den Fensterlaibungen und in den Eckbereichen von Wänden ansammeln. An diesen feuchten Stellen können dann die ständig in der Luft enthaltenen Schimmelsporen ein Pilzgeflecht, den sichtbaren Schimmel bilden

Richtig Lüften

  • Die Luftfeuchtigkeit im Winter bei Raumtemperaturen um 20 °C nie wesentlich über 50 % liegen.
  • Luftbefeuchter, die gegen angeblich trockene Heizungsluft Abhilfe schaffen sollen, sind überflüssig. Mit Hilfe eines Hygrometers können Sie die relative Luftfeuchtigkeit messen.
  • Beschlagene Fenster sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch ist. Die Gefahr der Schimmelpilzansiedlung steigt enorm an.
  • In den meisten Wohnungen sind die natürlichen Luftzirkulationen über Fenster und Schornsteinen in den vergangenen Jahren durch den Einbau neuer Fenster und Verschließen der Schornsteinzüge unterbunden worden. Aus diesem Grund hat die Raumbelüftung über die Fenster heute eine viel höhere Bedeutung, denn die ständige „Grundlüftung“ über Fenster und Schornsteinzug ist entfallen. Die Folge ist ein Ansteigen der Luftfeuchtigkeit.
  • Lüften ist aber auch nicht gleich Lüften. Beispielsweise bringt stundenlanges Lüften mit gekippten Fenstern nur bedingt etwas.
  • Zum Lüften das Fenster vollständig für 3 bis 5 Minuten öffnen. Je kälter die Außenluft, desto kürzer kann die Lüftungsdauer sein. Wenn es die Windverhältnisse und die Räumlichkeiten zulassen, sollten Fenster in gegenüberliegenden Gebäudeseiten zum Durchzug geöffnet werden. Die Lüftungshäufigkeit hängt von der Wohnungsnutzung ab und sollte 2- bis 4-mal täglich durchgeführt werden. Wobei Räume mit höherer Feuchtigkeitsbelastung häufiger als Räume mit weniger Benutzung zu lüften sind.

Die richtige Raumtemperatur

  • Neben der Luftfeuchtigkeit spielt natürlich die Raumtemperatur auch eine Rolle.
  • Die Raumtemperaturen sollten in der Heizperiode annähernd konstant gehalten werden. Wechselnde Raumtemperaturen sind in sofern kritisch, da die Wände, Decken usw. in ihrem Temperaturverhalten sehr träge sind. Gerade auf den Außenwänden und in den Raumecken kann sich bei wechselnden Raumtemperaturen Feuchtigkeit aus der Raumluft niederschlagen, was dann zum Schimmelbefall führen kann.
  • Räume mit niedrigen Raumtemperaturen sollten nicht von Räumen mit höheren Temperaturen „temperiert“ werden. Die Zimmertüren zu solchen Räumen sollten geschlossen gehalten werden.
  • Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit sind die Faktoren, die der Wohnungsnutzer beeinflussen kann, um in der Heizperiode beschlagene Fenster oder sogar Schimmelbefall zu verhindern. Da die gesundheitlichen Gefahren, die von Schimmelbefall ausgehen kann, nicht zu unterschätzen sind, sollten das Heiz- und Lüftungsverhalten überdacht werden.
  • Das vielfach zu hörende Argument „Ich heize doch nicht für die Straße“ ist nicht sehr weitsichtig gedacht. Zum einen wird die „Raumwärme“ hauptsächlich im Inventar und den Wänden gespeichert und nicht in der Luft. So dass beim Luftaustausch auch nur wenig Wärme verloren geht. Zum Anderem steigt der Wärmeverlust über die Außenwände stark an, wenn diese durch hohe Luftfeuchtigkeit feucht werden.

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